Japanische Ingenieure recherchieren nicht bei Google
Wenn ein Konstrukteur in Japan eine Komponente sucht, einen Lieferanten vergleicht oder ein Datenblatt braucht, beginnt die Recherche häufig nicht in einer allgemeinen Suchmaschine, sondern auf einer Fachplattform. IPROS ist die bekannteste davon – eine B2B-Suchplattform für Produkte, Dienstleistungen und technische Informationen von der Bautechnik über Logistik und Systeme bis zur Energietechnik.
Für deutsche Anbieter ist das eine ungewöhnlich günstige Ausgangslage: Der entscheidende Inhalt auf diesen Plattformen ist das technische Datenblatt – und das haben Sie längst. Es fehlt in aller Regel nur auf Japanisch und an der richtigen Stelle.
Betrieben von Keyence
IPROS gehört zum Keyence-Konzern – ein Name, den jeder Automatisierungstechniker kennt. Die Plattform ist damit kein beliebiges Branchenverzeichnis, sondern fest im industriellen Alltag Japans verankert.
Der Katalog ist der Lead
Der Kern der Plattformlogik ist der Download technischer Unterlagen. Wer ein Datenblatt herunterlädt, gibt sich als identifizierter Interessent zu erkennen – aus einem Seitenaufruf wird ein qualifizierter Kontakt.
Registrierte Fachleute statt anonymem Traffic
Genutzt wird IPROS von weit über einer Million registrierter Fachanwender aus Fertigung, Bau, Pharma und Lebensmittelindustrie, denen mehrere zehntausend Anbieter gegenüberstehen. Das ist eine Zielgruppe, die sich über Werbung kaum so präzise erreichen lässt.
Zwei Plattformtypen, zwei völlig verschiedene Ziele
Informations- und Rechercheplattformen wie IPROS und Metoree sind Orte, an denen Sie gefunden werden. Hier entstehen Anfragen zu erklärungsbedürftigen Produkten, hier zählt fachliche Tiefe. Für Maschinen- und Anlagenbauer, Komponentenhersteller und Anbieter technischer Dienstleistungen ist das der relevante Typ.
Beschaffungs- und Katalogplattformen wie MISUMI und MonotaRO sind dagegen Vertriebskanäle. Dort wird bestellt, nicht recherchiert. Sie sind interessant, wenn Sie standardisierte Katalogware oder Verbrauchsmaterial anbieten – und weitgehend irrelevant, wenn Ihr Produkt eine Angebotsphase durchläuft.
Diese Unterscheidung entscheidet darüber, ob eine Plattformstrategie in Japan Anfragen bringt oder nur Budget bindet. Wir klären sie vor jeder Empfehlung.
Wer welche Rolle spielt
Die japanische Plattformlandschaft ist übersichtlicher als die chinesische, aber klarer aufgeteilt. Diese vier prägen den industriellen Bereich.
IPROS
Die größte technische Datenbank Japans, mit eigenen Bereichen für Fertigung und Bauwesen. Anbieter hinterlegen Produktseiten, technische Beschreibungen und Kataloge; Nutzer suchen nach Kategorie, vergleichen und laden Unterlagen herunter. Es gibt eine englischsprachige Oberfläche, und ausländische Anbieter sind dort bereits vertreten – der Weg für deutsche Unternehmen ist also eingespielt.
Metoree
Ein Vergleichsportal, das sich ausdrücklich an Ingenieure und Forscher richtet und Hersteller je Produktkategorie gegenüberstellt – von Messtechnik über Sensorik bis zu Werkzeugmaschinen. Bemerkenswert für Sie: Metoree betreibt auch eine deutschsprachige Länderversion. Gut möglich, dass Ihr Unternehmen dort bereits gelistet ist, ohne dass es jemand im Haus weiß.
MISUMI
Ein Katalogsystem für Maschinenteile und Werkzeuge der Fertigungsindustrie – konfigurierbare Komponenten für den Anlagen- und Vorrichtungsbau, nicht für die Serienfertigung von Endprodukten. Relevant für Sie, wenn Sie Normteile oder konfigurierbare Bauteile anbieten.
MonotaRO
Der große Marktplatz für indirekten Bedarf: Zerspanungswerkzeuge, Schleifmittel, Betriebsmittel und Ausrüstung für Fertigung und Bau. Zusätzlich mit Beschaffungsdiensten für Großunternehmen. Ein Vertriebskanal für Katalogware, kein Ort für Investitionsgüter.
Relevanz für B2B-Unternehmen
Der Aufwand für einen Auftritt auf einer Fachplattform ist geringer als bei fast jeder anderen Japan-Maßnahme, weil der entscheidende Inhalt bereits existiert. Ihre Datenblätter, Anwendungsberichte und technischen Zeichnungen sind genau das, wonach dort gesucht wird. Es geht um Übersetzung, Aufbereitung und Pflege – nicht um Neuentwicklung.
Hinzu kommt ein Nebeneffekt: Fachplattformen sind technisch gut aufgestellt und ranken für spezifische Produktbegriffe oft besser als einzelne Herstellerseiten. Ein gepflegter Plattformeintrag verschafft Ihnen deshalb auch in der allgemeinen Suche Sichtbarkeit, die Ihre eigene japanische Website allein nur schwer erreicht.
Was ein gepflegter Auftritt leistet
- Präsenz genau im Moment der technischen Vorauswahl
- Identifizierte Anfragen statt anonymer Seitenaufrufe
- Sichtbarkeit auch ohne etablierte Marke im japanischen Markt
- Vergleichbarkeit mit lokalen Anbietern auf fachlicher Ebene
- Zusätzliche Auffindbarkeit über die allgemeine Suche
- Nutzung vorhandener technischer Unterlagen statt neuer Inhalte
Was Plattformen nicht leisten
Ein Eintrag ist kein Selbstläufer. Kataloge, die einmal hochgeladen und dann nicht mehr angefasst werden, verlieren an Sichtbarkeit, und eine maschinelle Übersetzung technischer Unterlagen fällt Fachleuten sofort auf – mit entsprechender Wirkung auf die Glaubwürdigkeit.
Der zweite Punkt betrifft die Anschlussfähigkeit: Eine Anfrage über eine japanische Plattform kommt auf Japanisch und erwartet eine zügige, fachlich saubere Antwort. Ohne geklärte Zuständigkeit im Vertrieb verpufft der beste Plattformauftritt. Wir klären das im Vorfeld mit Ihnen, statt es später zu reparieren.
Unser Vorgehen
Wir bauen Ihren Plattformauftritt in vier Schritten auf – mit klaren Zwischenzielen, damit Sie den Fortschritt jederzeit beurteilen können.
Analyse
Wir prüfen, welche Plattformen zu Ihrem Produkt passen und wie stark die Kategorien besetzt sind.
- Zuordnung Ihres Sortiments zu Kategorien
- Wettbewerbsdichte je Plattform
- Prüfung bestehender Einträge
- Empfehlung und Aufwandsschätzung
Aufbau
Wir richten die Profile ein und bereiten Ihre technischen Unterlagen für den japanischen Markt auf.
- Anbieterprofil und Kategorien
- Japanische Produkttexte
- Aufbereitung der Kataloge
- Verknüpfung mit Ihrer Website
Betrieb
Wir pflegen die Einträge, ergänzen Inhalte und begleiten die Bearbeitung eingehender Anfragen.
- Laufende Katalog- und Textpflege
- Ergänzung um Anwendungsberichte
- Übersetzung eingehender Anfragen
- Abstimmung mit Ihrem Vertrieb
Optimierung
Wir bewerten, welche Kategorien und Unterlagen tatsächlich Anfragen erzeugen, und schärfen nach.
- Auswertung von Downloads und Anfragen
- Bewertung der Lead-Qualität
- Ausbau erfolgreicher Kategorien
- Reporting im eviom-Dashboard
Was Kunden über uns sagen
„item has been working very successfully with eviom for years. Our focus is on international brand awareness and lead generation. We are currently using Google Ads in some countries in Asia. We have also just start to boost our traffics in China via Baidu and WeChat.“
Jingjing Yang, Online Marketing Managerin, item
Whitepaper: Internationale Leadgenerierung
Wie kommen aus Sichtbarkeit in einem fremden Markt tatsächlich qualifizierte Anfragen? Unser Whitepaper zeigt, wie Sie internationale Kanäle mit Ihrem Lead-Management verbinden – von der ersten Recherche des Interessenten bis zur Übergabe an den Vertrieb.
Japanische B2B-Plattformen im Überblick
Können sich ausländische Unternehmen auf IPROS listen lassen?
Welche Plattform ist die richtige für uns?
Reicht es, unsere englischen Datenblätter hochzuladen?
Wie entstehen auf diesen Plattformen eigentlich Leads?
Ersetzt ein Plattformauftritt unsere japanische Website?
Wie hängt das mit Suchmaschinenoptimierung zusammen?
Was passiert, wenn eine Anfrage auf Japanisch eintrifft?
Ihr Ansprechpartner bei eviom
Sie möchten wissen, ob und auf welchen japanischen Fachplattformen Ihr Unternehmen vertreten sein sollte – und ob Sie dort vielleicht schon gelistet sind? Sprechen Sie uns an, wir schauen uns Ihre Ausgangslage gemeinsam an.
